SV Dessau 05

Nullfünfer bei Eschner-Comeback in guter Verfassung

Björn Reinhardt, 04.02.2018

Nullfünfer bei Eschner-Comeback in guter Verfassung

Sein Aufenthalt in Australien ist vorüber. Max Eschner gehörte beim Testspiel gegen den Werderaner FC erstmals seit Mitte Oktober wieder zum Kader der Nullfünfer. Den Anpfiff erlebte Eschner allerdings von der Bank. Neben ihm sein Teamkollege Sven Kaluza. Da der Mannschaftskapitän aufgrund seiner Sperre zum Rückrundenauftakt noch pausieren muss, wollte Trainer Lucian Mihu eine Abwehrformation ohne Kaluza ausprobieren.

Allerdings standen die Verteidiger in der Anfangsphase weniger im Fokus. Mit einem sehenswerten Kombinationsspiel suchten die Offensivreihen des SV Dessau 05 konsequent den Weg zum gegnerischen Tor. Bereits nach 5 Minuten hatte Philip Kupka die erste Großchance. Nach einer schnellen Ballstafette über Sturmpartner Julian Bittner, verpasste Kupkas Abschluss das Tor nur um wenige Zentimeter. Bittner, der Torschütze vom Dienst, übernahm dann selbst das Kommando. Zunächst konnte Daniel Große einen Abschlag von Werder-Schlussmann Daniel Krenz abfangen. Große schickte Bittner an der Strafraumkante in die Schnittstelle und der vollstreckte zur Führung (10.).

Unbeeindruckt vom frühen Rückstand, zeigten sich auch die Gastgeber vom Werderaner FC Viktoria angriffslustig. Die beste Möglichkeit hatte Leonnel Noukimou (18.), als er im Duell mit Torhüter Daniel Zschiesche nur zweiter Sieger wurde. Den Nachschuss von Ramazan Günel konnte Michael Kaluza auf der Linie blocken. Schlitzohr Günel war es auch, der den mitspielenden 05-Schlussmann Zschiesche bei eigenem Ballgewinn immer wieder aus der Distanz versuchte zu überwinden.

Analog zum ersten Testspiel in Magdeburg, plante Mihu auch beim Werderaner FC mit frühen Wechseln. Nach 20 Minuten kamen Oliver Bauer, Sven Kaluza und Max Eschner in die Begegnung. Weitere Großchancen bekamen die Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz auf der Havelinsel allerdings nicht mehr zu sehen.

Nach dem Seitenwechsel war dem Gastgeber anzumerken, dass man sich nicht so schnell aufgeben wollte. Die beste Möglichkeit hatte Günel (53.), als er sich gegen Fiete im Strafraum durchsetzen konnte, dann aus zu spitzem Winkel nur den Pfosten treffen konnte. Im Gegenzug hätte es Große wahrscheinlich einfach mal selbst machen müssen (54.). Vor dem Tor des inzwischen eingwechselten Norber Stuht, suchte der Mittelfeldakteur das Zusammenspiel mit Bittner, jedoch wurde der Ball von der grün-weißen Defensive abgefangen.

Rick Behling, der am Tag zuvor seinen 20. Geburtstag feierte, machte es nach 70 Minuten dann besser. Eine Flanke von Kupka, konnte der Flügelflitzer im Werder-Tor unterbringen. Um sich die Glückwünsche vom gegnerischen Trainer abzuholen, muss man schon etwas besonderes leisten. Das Prädikat "Traumtor" konnte für den Treffer von Julian Bittner zum 3:0 (76.) vergeben werden. Einen langen Pass von Daniel Große konnte sich Bittner erlaufen und per Volley mit seinem eigentlich schwachen rechten Fuß direkt im Tornetz unterbringen. Nach seiner Auswechslung gab es dafür dann auch sofort die respektvolle Anerkennung von Viktoria-Coach Ingo Hecht. Ramazan Günel durfte für seine Farben kurz vor Ende der Partie dann noch den Anschlusstreffer erzielen (77.).

Am kommenden Samstag fährt der 05-Tross erneut zu einem Brandenburgligisten. Die Rückrundentauglichkeit wird beim SV Falkensee-Finkenkrug getestet. Trainer des SVFF war übrigens bis vor kurzem BVB-Legende Jörg Heinrich. Dieser steht nun an der Seite des neuen Dortmunder Trainers Peter Stöger.

Stimmen zum Spiel:

Daniel Zschiesche: Es war schön zu sehen, wie wir auf einem kleinen Platz gegen einen guten Gegner tolle Spielzüge gespielt haben. Wir konnten unseren Plan zu großen Teilen umsetzen. Der Werderaner FC hat uns aber auch jene Stellen aufgezeigt, bei denen wir noch Luft nach oben haben. Uns bleiben nun noch zwei Wochen, um uns eine sehr gute Arnstedter Mannschaft vorzubereiten.

Rick Behling: Es war ein guter Test mit vielen guten Ansätzen. Wir müssen zukünftig noch versuchen, die kleinen Unkonzentriertheiten abzustellen. Aber man konnte schon sehen, dass die Automatismen schon besser gegriffen haben, als noch im ersten Testspiel.

Aufstellung: Zschiesche - Fiete, M. Kaluza, Zilke, Schuhmacher, Große, Bittner, Behling, Eschner, Kupka, Bauer, Fromm, S. Kaluza, Heisig


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