SV Dessau 05

Interview mit unseren Kapitänen der Großfeldnachwuchsmannschaften

Sascha Broziewski, 14.10.2020

Interview mit unseren Kapitänen der Großfeldnachwuchsmannschaften

Interview mit unseren Kapitänen Tim (U19), Niklas (U17) und Laurence (U15).

Hallo Jungs,

schön das ihr euch die Zeit für ein kurzes Interview genommen habt. Vorab die Frage an Dich Niklas. Was macht die Verletzung und wann kannst Du wieder einsteigen?

N:  Es sieht gut aus und wird immer besser. Seit dem 11.10. darf ich wieder Lauftraining absolvieren. Ich hoffe natürlich so schnell wie möglich wieder richtig dabei sein zu dürfen, damit ich wieder für die Mannschaft spielen kann.

Ihr habt mit Dennis und Guido ein Trainerteam mit dem ihr schon über Jahre hinweg erfolgreich zusammenarbeitet. Was ist das Geheimnis, dass es so gut läuft?

N: Die beiden sind sehr erfahren und arbeiten sehr zielstrebig. Trotzdem kommt in den schwierigsten Phasen der Spaß nicht zu kurz und man hat immer was zu lachen. Ausserdem setzen sie auf die Mannschaft im Ganzen und nicht nur auf einzelne Spieler und geben uns das Gefühl immer besser zu werden. Kurz gesagt: Sie machen das einfach sehr gut.

Tim und Laurence bei euch ist die Situation etwas anders. Ihr habt diese Saison für die U19 und die U15 neue Trainerteams bekommen. Wie ist bisher die Zusammenarbeit und was ist vielleicht anders als im Vorjahr?

T: Zuerst einmal würde ich mich gerne bei Rick bedanken für die letzten Jahre als Trainer. Wie man studierern, Kapitän der 1.Männermannschaft und gleichzeitig auch noch die A-Jugend, die Verbandsliga spielt, trainieren kann ist einfach der Hammer. Zu unseren beiden neuen Trainern Frank und Steffen ist zu sagen, dass wir ein sehr gutes Verhältnis zu unserem Trainer- und Betreuerteam, um nicht Frank-Uwe und Andre zu vergessen, aufgebaut haben. Man kann über alles reden und findet für alles eine Lösung, was jedem in der Mannschaft bewusst ist. Wir haben viele Dinge gelernt in so kurzer Zeit, egal ob sportlich oder menschlich.

L: Die Trainer sind sehr offen gegenüber der Mannschaft und immer gesprächsbereit, wenn Probleme auftreten. Die Trainer treten in der Regel freundlich gegenüber allen Spielern und dem Gegner bzw. dem Schiedsrichter auf. Sie sind vor dem Training und vor den Spielen stets gut vorbereitet. Anders als in den vorherigen Saisons sind viele Spieler dabei, die die Trainer schon länger kannten, durch ihre Aktivität in Kochstedt, jedoch werden alle Spieler gleich behandelt und es wird nicht differenziert zwischen 05er und Kochstedtern.

Wie zufrieden seid ihr drei mit dem Saisonstart eurer jeweiligen Mannschaft?

T: Mit unserer bisherigen Saison kann man leider noch nicht wirklich zufrieden sein, da wir viele Punkte unglücklich liegen gelassen haben, wie z.B. in Halberstadt mit zwei späten sehr unglücklichen Gegentoren oder wie am Freitag gegen Stendal, wo der Ball einfach nicht rein wollte. Trotzdem muss man sagen, dass wir, was sich vielleicht nicht in den Ergebnissen widerspiegelt, schon Topleistungen geliefert haben und meistens nur noch das letzte Quäntchen Glück gefehlt hat.

N: Auf jeden Fall bin ich zufrieden auch wenn wir das Derby gegen Reppichau nicht gewinnen konnten. Mich freut das sehr, dass die Mannschaft ihre Aufgaben bisher so gut umgesetzt hat. Ich hoffe wir werden noch eine Weile da oben mitspielen und lange ungeschlagen bleiben.

L: Aufgrund der sportlichen Ergebnisse bin ich bisher sehr zufrieden, auch das Zusammenspiel mit neuen Teammitgliedern klappt schon sehr gut und der Teamgeist ist zum jetzigen Zeitpunkt schon gut ausgeprägt.

Tim Du hast es schon angesprochen, dass euer Start nicht wunschgemäß war. Wie ist denn die Stimmung so im Team?

T: Die Stimmung ist, wie ich finde, trotzdem sehr gut. Wir haben einen enormen Teamgeist aufgebaut, obwohl man auch viele neue Gesichter seit dieser Saison sieht. Klar gibt es auch mal Unstimmigkeiten, das ist aber normal.

Laurence ihr habt in der U15 über 30 Spieler, wobei vor Saisonstart der Kader in U15 I und U15 II aufgeteilt wurde. Wie ist bei euch die Stimmung bei so vielen Spielern und gab es auch Enttäuschungen nach der Kaderzusammenstellung?

L: Es gab einige wenige Enttäuschungen, diese haben jedoch keinen negativen Einfluss auf das Mannschaftsklima gehabt. Am Anfang der Saison waren manchmal die Trainingseinheiten aufgrund der Anzahl der Spieler überladen. Als die Mannschaft eingeteilt worden, konnte auch dieses Problem gelöst werden. Die Trainingsbeteiligung ist gut bis sehr gut, durchschnittlich kommen 12-14 Spieler der ersten Mannschaft zum Training, wodurch die einzelnen Übungen einwandfrei durchgeführt werden können.

Laurence wie fühlt es sich an als 14 Jähriger Kapitän von so vielen Spieler zu sein und diese zu führen? Warst Du überrascht von Deiner Wahl?

L: Ich habe keine Probleme, eine Mannschaft in der Größe zu führen. Ich konnte bereits in den Vorjahren üben und an der Aufgabe wachsen. Überraschend kam die Wahl nicht, ich wollte gern dieses Amt haben und habe mich in der Findungsphase der Saison als Führungsspieler gezeigt, habe an allen Trainingseinheiten motiviert und engagiert teilgenommen. Außerdem zeige ich anderen Spielern gern Übungen vor, hier kann ich von dem Gelernten aus dem DFB-Stützpunkt profitieren.

Niklas Du hast in Deinen „jungen“ Jahren bei RB Leipzig gespielt und auch Probetrainings bei anderen großen Vereinen gehabt. Bist Du enttäuscht, dass der Weg für Dich nicht weitergegangen ist bzw. welche Erfahrungen konntest Du dennoch mitnehmen.

N: Es war eine Riesenerfahrung für mich. Auch wenn es hart war, habe ich viel gelernt. Vor allem, dass man jeden Tag hart arbeiten muss, um seine Ziele zu erreichen und das trotzdem meistens einer besser ist als man selbst. Viel hat nun mal auch mit Glück und Veranlagung zu tun. Die Spiele gegen Bayern, Schalke, Dortmund usw. bleiben aber immer in Erinnerung und ich möchte diese Zeit nicht missen. Trotzdem bin ich froh, dass ich hier wieder mit meinen Freunden in einer Mannschaft spielen darf.

Tim und Laurence ihr wurdet bisher beide als Innenverteidiger und im defensiven Mittelfeld eingesetzt und Niklas du entweder im Sturm oder im offensiven Mittelfeld. Auf welcher Position fühlt ihr euch jeweils am wohlsten?

T: Ich sehe mich lieber auf der 6er Position. Aber das ist die Entscheidung des Trainers und wenn er sagt, dass ich Innenverteidiger spiele, dann stelle ich mich wie Frank so gerne sagt „in den Dienst der Mannschaft“.

N: Für mich würde beides gehen. Ich glaub es ist für jeden ein tolles Gefühl ein Tor zu schießen, obwohl eine tolle Vorlage meistens noch schöner ist.

L: Ich fühle mich eigentlich auf beiden Positionen wohl. Es ist auch abhängig vom Spiel. Ich spiele gern dort, wo ich am mannschaftsdienlichsten bin. Als Innenverteidiger habe ich den besseren Überblick und kann die Mannschaft besser führen. In der Position des 6ers kann ich mich mehr auf meine Offensivstärke konzentrieren.

Welches Ziel habt ihr drei euch diese Saison mit der Mannschaft gesetzt?

T: Wir haben uns im Team darauf geeinigt, dass das Ziel ist unter die ersten 5 zu kommen, was ich auch noch für realistisch halte. Es fehlen nicht viele Punkte bis auf Platz 5. Dazu muss man sagen, dass wir bis jetzt sehr viel Pech mit Verletzungen hatten. Es kommen gerade wichtige Kräfte aus einer längeren Verletzung zurück, die uns in den folgenden Spielen sehr helfen werden.

N: Auf jeden Fall, dass wir als Mannschaft zusammen bleiben und keiner weggeht. In der Liga wollen wir unter die ersten 4 kommen.

L: Ich möchte mit der Mannschaft in den Top 5 bleiben. Da haben wir mit starken Gegnern wie Halberstadt, Magdeburg und Halle aber noch viele Aufgaben vor uns.

Welches persönliche Ziel habt ihr euch für dieses Jahr gesetzt, sportlich wie privat?

T: Sportlich teile ich das Ziel unserer Mannschaft. Obwohl man sagen muss, dass bei uns gerade viele, auch ich, ihr Abi machen oder eine Ausbildung. Man muss probieren Fußball und Schule unter einen Hut zu bekommen, was nicht immer einfach ist und das Training dann doch manchmal hinten runterfällt. Mein Wunsch wäre es mein Abi auf die Reihe zu bekommen und eine geile Saison zu spielen.

N: Sportlich will ich natürlich so gut es geht der Mannschaft helfen und so viele Tore wie möglich schießen. Ansonsten möchte ich dieses Jahr meinen Abschluss schaffen und im nächsten Sommer eine Ausbildung zum Fachlagerist beginnen und auf jeden Fall weiter Fußball spielen.

L: Im Vordergrund steht meine persönliche schulische Entwicklung. Auf dem Fußballplatz möchte ich mich wie in den Vorjahren technisch als auch körperlich  weiter entwickeln. Die Voraussetzungen dafür sind vor allem mit herausfordernden Gegnern in der Verbandsliga gegeben. Dort möchte ich auch mit meiner Mannschaft den nächsten Schritt machen und hoffe, dass wir als Mannschaft gemeinsam an diesen spannenden Aufgaben wachsen können. Im Februar diesen Jahres habe ich den Schiedsrichterlehrgang erfolgreich besucht und konnte am Wochenende endlich ein Spiel als Schiedsrichter begleiten. Das Thema begeistert mich, man bekommt auch als Spieler einen anderen Eindruck vom Spiel und von den Schwierigkeiten eines Schiedsrichters. Respekt und Fairness sollten meiner Meinung nach immer im Vordergrund stehen, dann macht Fußball richtig Spaß.

Letzte Frage an Tim und Niklas. Ihr fahrt in den Winterferien mit der U19 und der U17 in Trainingslager. Mit welchen drei Mitspielern würdet ihr ein Zimmer teilen und warum?

T: ich würde wahrscheinlich mit Jon, Marc und Thaddi in ein Zimmer gehen, weil ich alle drei schon so lange kenne und ich weiß, dass es genau solche Holzköppe sind wie ich.

N: Gute Frage. Also ich würde auf jeden Fall mit Yves, Nick und Davey ein Zimmer teilen, weil es mit denen sehr gut passen würde. Es wäre immer lustig und nie langweilig.

 

Ich danke für eure Zeit und wünsche euch weiterhin, sportlich wie privat, viel Erfolg.