Der SV Dessau 05 feierte am Samstag einen klaren 3:0-Erfolg gegen Blau-Weiß Zorbau und setzte damit seine Siegesserie fort.

Dimitrios Mitsis gilt als ruhiger, stets freundlicher Trainer, der für jeden ein offenes Ohr hat. Direkt nach dem Abpfiff wollte der 36-jährige Grieche jedoch zunächst keine Fragen beantworten – zu sehr steckte er noch im Eindruck der gerade beendeten Partie. Sein Team hatte Zorbau deutlich mit 3:0 besiegt und damit den dritten Sieg in Serie eingefahren. Innerhalb von nur zehn Tagen sammelten die Dessauer neun Punkte und kletterten auf Rang drei der Verbandsliga-Tabelle.

„Darauf dürfen wir wirklich stolz sein“, sagte Mitsis nach kurzer Bedenkzeit. „Gegen einen starken Gegner haben wir drei Tore erzielt und zahlreiche Chancen herausgespielt – das war eine geschlossene, überzeugende Leistung.

Vor rund 125 Zuschauern im Stadion am Schillerpark zeigte sich die Mannschaft in bestechender Form – selbst ehemalige Motor-Dessau-Spieler auf dem legendären Lügenhügel zeigten sich beeindruckt. „Ein richtig gutes Spiel der Jungs“, lobte der 68-jährige Martin Henkel. „Heute hat sich das Kommen gelohnt.“

Bereits nach sechs Minuten ging Dessau in Führung: Yves Pratsch wurde im Strafraum zu Fall gebracht, den fälligen Elfmeter verwandelte Niklas Mieth sicher. Nach einer halben Stunde erhöhte Pratsch selbst nach einem sehenswerten Spielzug über mehrere Stationen auf 2:0.

Mit Beginn der zweiten Hälfte hätten Elia Friebe und Marcio Pälchen schon frühzeitig alles klar machen können. Erst in der 62. Minute gelang Friebe nach einem präzisen Zuspiel des eingewechselten Pitt Schultz das 3:0 – sein bereits 16. Treffer in dieser Saison.

Paul Werthmann, im Mittelfeld sonst eher zurückhaltend, fand nach dem Abpfiff lobende Worte: „Das war heute ein starker Auftritt des gesamten Teams. Einsatz, Qualität und Mentalität haben perfekt zusammengepasst – wir haben völlig verdient gewonnen.“

SV Dessau 05: Becker – Biriuk, Zoblofsky, von Zansen (46. Schultz), Mieth (84. Horvath), Werthmann, Sparfeld, Friebe (70. Erdmann), Pälchen (61. Lübke), Pratsch (76. Savri), Barabasch