Fußball-Verbandsligist SV Dessau 05 unterliegt beim FSV Barleben mit 1:2.
Der FSV Barleben bleibt in der Fußball-Verbandsliga weiterhin eine Macht auf eigenem Platz. Mit einem 2:1-Erfolg gegen den SV Dessau 05 verteidigte das Team aus dem Magdeburger Umland am Samstag seine starke Heimserie und gilt weiterhin als bestes Heimteam der Saison 2025/26. Auch andere Spitzenmannschaften wie der SSC Weißenfels, der Fortuna Magdeburg und der BSV Ammendorf mussten in Barleben bereits Niederlagen hinnehmen.
Dass nun auch der bisherige Tabellendritte aus Dessau Punkte liegen ließ, lag vor allem an der mangelhaften Chancenverwertung der Gäste. „Das war absolut vermeidbar. Heute hat nicht die stärkere Mannschaft gewonnen. Wir haben zu viele Möglichkeiten vergeben und konnten unseren Aufwand nicht in Tore ummünzen“, erklärte Angreifer Elia Friebe nach der Partie.
Zunächst entwickelte sich eine eher zähe Begegnung. Erst nach etwa 20 Minuten fanden die Dessauer besser ins Spiel und übernahmen zunehmend die Kontrolle. Vor rund 80 Zuschauern ging es jedoch ohne Treffer in die Halbzeitpause.
Kurz nach Wiederbeginn begann die Phase der vergebenen Chancen. Nach einem Pfostenschuss von Tobias Berndt verpasste Friebe den Nachschuss aus kurzer Distanz am bereits leeren Tor. In der 55. Minute schlugen dann überraschend die Gastgeber zu: Palle Jespersen brachte Barleben in Führung. Nach einem Angriff über die linke Seite erhöhte Niklas Eichholz in der 73. Minute auf 2:0. Die Antwort der Dessauer ließ allerdings nicht lange auf sich warten – nur eine Minute später verkürzte Friebe mit seinem 20. Saisontor auf 1:2.
In der Schlussphase spielte sich das Geschehen nahezu ausschließlich in der Hälfte der Gastgeber ab. Dessau setzte Barleben stark unter Druck, doch der Ausgleich wollte nicht fallen. So scheiterte etwa Routinier Sören Barabasch freistehend am Torhüter Max Oldenburg (78.). Den Höhepunkt der vergebenen Möglichkeiten bildete schließlich ein verschossener Elfmeter von Niklas Mieth kurz vor Spielende. „Das war der bitterste Moment. Ich wollte der Mannschaft helfen. Das tut mir sehr leid“, sagte er enttäuscht.
Trotz der Niederlage zeigte sich der Teamgeist der Dessauer. Die Mitspieler nahmen den 21-Jährigen nach dem Abpfiff sofort in den Arm und versuchten, ihn aufzumuntern. Trainer Dimitrios Mitsis fasste die Partie so zusammen: „Zwei kurze Szenen nach der Pause und unsere schlechte Chancenverwertung haben gereicht, damit der Gegner gewinnt. Solche Tage gibt es im Fußball – aber sie ändern nichts an unserem Weg.“
SV Dessau 05: Becker – Biriuk (73. Baumgart), Zoblofsky (84. Sanneh), Horvath, Mieth, Werthmann (86. Girke), Pälchen (58. Stelmak), Friebe, Pratsch, Berndt (73. Hajowsky), Barabasch.

