Der SV Dessau 05 unterliegt im Topspiel dem SSC Weißenfels mit 0:2
Der SV Dessau 05 musste im Spitzenspiel der Fußball-Verbandsliga eine 0:2-Niederlage gegen den SSC Weißenfels hinnehmen. Trainer Dimitrios Mitsis stellte sich nach der Partie dennoch vor sein Team. Er habe seiner Mannschaft nichts vorzuwerfen, sie habe alles investiert, um erfolgreich zu sein – am Ende habe es jedoch nicht gereicht, und das müsse man akzeptieren.
Vor rund 300 Zuschauern im Stadion am Schillerpark entwickelte sich am Samstagnachmittag eine Begegnung, die ihrem Status als Spitzenspiel gerecht wurde. Mit dem Sieg baut Weißenfels seine Tabellenführung weiter aus und liegt nun deutlich vor der Konkurrenz. Der Aufstieg in die Oberliga scheint für den SSC in greifbarer Nähe.
Dessau war als Tabellenzweiter in die Partie gegangen und wollte mit einem Erfolg den Abstand verkürzen und das Rennen um den Aufstieg offenhalten. Lange Zeit sah es auch danach aus: Über etwa eine Stunde begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, wobei die Gastgeber sogar leichte Vorteile bei den Torchancen hatten.
Die entscheidende Szene ereignete sich jedoch kurz nach der Pause. Nach einem eher unspektakulären Zweikampf zwischen Stefan Raßmann und Lukas Lübke entschied Schiedsrichter Justin Ermisch überraschend auf Elfmeter für Weißenfels. Selbst aus dem Lager der Gäste gab es Zweifel an der Entscheidung. Carlo Purucker verwandelte den Strafstoß sicher zur Führung. „Muss man nicht unbedingt geben“, meinte auch der Sportliche Leiter der Gäste, Mike Zimmermann. Lübke zeigte sich nach dem Spiel sichtlich frustriert und deutete an, dass er die Situation anders gesehen habe.
In der Folge kontrollierte Weißenfels zunehmend das Spiel. Als Raßmann in der 72. Minute auf 2:0 erhöhte, war die Partie praktisch entschieden. Insgesamt fiel der Sieg der Gäste zwar etwas glücklich, aber nicht unverdient aus.
Trotz der Niederlage fand Dessaus Kapitän Alex Zoblofsky positive Worte für seine Mannschaft: “Wir haben uns ordentlich präsentiert und müssen uns keinesfalls verstecken. Eine Großchance nach einer Minute, ein Lattentreffer von Branden Stelmak fünf Minuten vor dem Elfmeter hätten das Spiel möglicherweise auch in eine andere Richtung lenken können”
SV Dessau 05: Becker − Biriuk (83. Sanneh), Zoblofsky, Werthmann (72. von Zansen), Lübke, Pälchen (72. Hajowsky), Friebe (83. Savri), Baumgart, Berndt, Stelmak (76. Schultz), Barabasch

