Verletzungspech für den SV Dessau 05 bei verdienter 2:3-Pleite.

Es ist ein rabenschwarzer Abend, den die Verbandsligafußballer des SV Dessau 05 am Freitag erlebt haben. Alles ist gegen den bis dato Tabellenführer aus dem Schillerpark gelaufen. Nicht nur, dass die Nullfünfer das Topspiel zum Auftakt des vierten Spieltages beim BSV Ammendorf vor 250 Zuschauern mit 2:3 verloren haben, die Gäste beklagen auch den Ausfall von zwei wichtigen Akteuren nach schweren Verletzungen für längere Zeit.

In der 37. Minute verließ Kreativspieler Niklas Mieth mit Verdacht einer Außenbandverletzung den Platz. Noch härter traf es in der 56. Minute Kapitän Alex Zoblofsky. Er musste mit einem Bruch des Schlüsselbeins in ein Krankenhaus transportiert werden. Damit nicht genug, zu allem Überfluss mussten die Dessauer die Partie noch in Unterzahl beenden. Yves Pratsch, erst in der 63. Minute eingewechselt, hatte seine Nerven nicht im Griff und durfte nach genau 18 Minuten wieder zum Duschen.

„Sportlich gesehen war es eine verdiente Niederlage. Der Gegner war heute in allen Belangen besser und das müssen wir einfach akzeptieren“, resümierte Nullfünf-Cheftrainer Dimitrios Mitsis nach dem Schlusspfiff. Was sein Team trotz aller Nebengeräusche fußballerisch abgeliefert hatte, entsprach nicht dem eines bis dato Tabellenführers.

„Ich hatte das Gefühl, dass einige in unserem Team mit angezogener Handbremse dabei waren“, grummelte Elia Friebe, der in der zweiten Minute der Nachspielzeit für den Ausgleich zum 2:2 gesorgt hatte und damit den Spielverlauf auf den Kopf gestellt hatte. Schon nach einer halben Stunde lagen die Gastgeber durch den Doppeltorschützen Sebastian Schaffrath verdient in Führung und trafen dazu im zweiten Durchgang noch zweimal Aluminium. Sie bestimmten das Geschehen genau bis zu der Minute, als Pratsch vom Platz musste. Aus heiterem Himmel und mit der ersten richtigen Nullfünf-Chance hämmerte anschließend Youngster Darwin Hajowsky (85.) den Ball unbekümmert zum Anschlusstreffer in den Winkel des Ammendorfer Tores. Das sorgte für lange Gesichter bei den Gastgebern. Damit nicht genug, denn Friebe netzte per Kopf in der Nachspielzeit zum völlig überraschenden 2:2-Ausgleich ein.

In ihrem Jubeltaumel hatten die Nullfünfer Laurenz Hofmann übersehen, der fast im Gegenzug den verdienten 3:2-Siegtreffer für den neuen Tabellenführer aus dem Stadion der Waggonbauer erzielte.

SV Dessau 05: Becker − Biriuk (63. Bauer), Singbeil, Zoblofsky (56. Werthmann), Litzenberg (90. Haseloff), Mieth (37. Hajowsky), Friebe, Ehrhardt (63. Pratsch), Sparfeld, Pälchen, Barabasch