Fußball-Verbandsligist SV Dessau 05 besiegt den SC Bernburg 3:2.

„Puh, das war knapp“, atmet der Co-Trainer des Fußball-Verbandsligisten SV Dessau 05 Robert Römer nach dem Schlusspfiff der Partie seiner Nullfünfer gegen den SC Bernburg hörbar durch. Vor 120 Zuschauern hatten die Gastgeber im heimischen Stadion am Schillerpark soeben das Team aus der Bernburger Sparkassen-Arena knapp mit 3:2 besiegt und sich dabei im wahrsten Sinne des Wortes zum Sieg gezittert.

Nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Tino Hanke beorderte Nullfünf-Cheftrainer Dimitrios Mitsis seine Spieler, samt dem kompletten Staff zum obligatorischen Teamkreis, um sich verbal für die drei Punkte zu bedanken. „Trotz einer teilweise konfusen Schlussphase, die wir heute abgeliefert haben, nehmen wir die Punkte gerne mit. Ein Sieg ist ein Sieg, allerdings die Nebengeräusche müssen wir aufarbeiten“, so der Coach.

Mit Nebengeräuschen konkret meint Mitsis die vogelwilden letzten 20 Minuten, die seine Mannschaft in diesem Heimspiel abgeliefert hatte. Wie es dazu kam, konnte am Ende niemand so richtig erklären.

Elia Friebe, der in der 79. Minute das dritte Tor für die Dessauer erzielte, versuchte es und meinte: „Wir haben es uns selbst schwer gemacht und damit den Gegner ins Spiel gebracht.“

Nick Bauer hatte am Samstag nach 20 Spielminuten die Führung der Platzherren erzielt. Die war verdient und so ging es mit 1:0 in die Pause. Als dann Marcio Pälchen mit einem genialen Freistoß von der Strafraumgrenze auf 2:0 (50.) erhöhte, schien der Drops für die Nullfünfer schon gelutscht zu sein. „Wir hatten eine Stunde lang alles im Griff gehabt und dann unverständlicherweise das Spiel so peu a peu aus der Hand gegeben“, resümiert Nullfünf-Keeper Nico Becker. Und nachdem Leon Schmidt auf 2:1 (72.) verkürzt hatte, „hatten wir den Faden völlig verloren“, fügt er an.

Obwohl Friebes 3:1 für Ruhe hätte sorgen müssen, wurde es stattdessen immer konfuser. „Wir haben die Bälle nur noch von hinten raus nach vorn ins Nirvana gedroschen“, schüttelte Elia Friebe den Kopf. Es kam, wie es kommen musste und das mit Ansage. Schmidt erzielte in der Nachspielzeit den Anschlusstreffer zum 3:2. Noch fünf Minuten länger, ich glaube, wir hätten auch noch den Ausgleich kassiert“, grummelte Friebe abschließend.

SV Dessau 05: Becker − Biriuk, Singbeil, Litzenberg (66. Görsch), Werthmann (73. Girke), Friebe, Erhardt (88. Haseloff), Sparfeld (86. Fülla), Bauer, Pälchen (52. Baumgart), Barabasch