Fußball-Verbandsligist SV Dessau 05 verliert in Emseloh mit 0:2.
Nach dem Traumstart in die Verbandsligasaison 2026/27 ist bei den Fußballern des SV Dessau 05 ein Stück Normalität eingekehrt. Drei Spiele, drei Siege und die Tabellenführung hatten beim vorjährigen Vizemeister die Hoffnung genährt, auch in dieser Spielzeit wieder eine wichtige Rolle im Titelrennen in der Fußball-Beletage Sachsen-Anhalts zu spielen. Doch spätestens die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass der Weg an die Spitze kein Selbstläufer wird. Nach der Niederlage gegen Ammendorf, dem glücklichen Heimsieg gegen Bernburg und nun dem ernüchternden 0:2 beim SV Eintracht Emseloh ist die Euphorie einer deutlich kritischeren Betrachtung gewichen.
Die Nullfünfer sind in der Realität der neuen Saison angekommen und müssen erkennen, dass sie sich jeden Punkt hart erarbeiten müssen. Eine Mannschaft wie Emseloh gehört bei allem Respekt nicht unbedingt zu den Topteams der Liga. Dennoch reichte es für die Nullfünfer am Samstag nicht zu einem Punktgewinn. Sie sind mittlerweile von der Tabellenspitze auf Rang fünf durchgereicht worden.
Schlimmer noch, die Nullfünfer waren am Samstag für die Hausherren der ideale Aufbaugegner, um ihre bis dato Negativserie zu beenden. „Wir haben unsere Aufgabe einfach nicht erfüllt“, legte Co-Trainer Robert Römer den Finger in die Wunde, fügte allerdings hinzu, dass schon andere Teams, die zur Ligaspitze zählen, sich auf diesem Platz an der Eisleber Straße in Emseloh schwergetan haben.
Wobei es im ersten Drittel in der ersten Halbzeit gar nicht einmal so schlecht aussah. Allerdings unterlief dann ausgerechnet Marcio Pälchen in der 17. Minute ein gravierender Fehler, der zum 1:0 für die Gastgeber führte. „Ich wollte unseren Keeper anspielen, aber das ging gewaltig in die Hose“, ärgerte sich der 24-Jährige. „Ganz klar meine Schuld.“ Anschließend gab es Chancen, die Scharte auszuwetzen. „Aber wir haben sie leichtfertig liegengelassen und wurden bestraft“, meinte Abwehrspieler Sören Barabasch, „weil uns in der zweiten Halbzeit nichts eingefallen ist und wir damit dem Gegner zu drei Punkten verholfen haben.“ In der 90. Minute machte Markleit Petrai mit dem 2:0 für Eintracht den Deckel drauf.
Dass Nullfünf-Trainer Dimitrios Mitsis von der Vorstellung seiner Elf nicht begeistert war, versteht sich von selbst. Allerdings schaut der Grieche kämpferisch nach vorn. „Es liegt allein an uns, das Blatt zu wenden und das werden wir tun“, sagte er.
SV Dessau 05: Becker − Biriuk, Singbeil, Werthmann (58. Litzenberg), Friebe, Erhardt, Sparfeld (76. Horvath), Bauer, Pälchen, Baumgart (68. Görsch), Barabasch

