Fußball-Verbandsligist SV Dessau 05 besiegt SSC Weißenfels mit 4:1.
Großer Jubel im Stadion am Schillerpark: Der SV Dessau 05 hat am Sonntagnachmittag das Viertelfinale im Fußball-Landespokal erreicht und damit für eine Überraschung gesorgt. Vor knapp 300 Zuschauern bezwang der Verbandsligist den in der NOFV-Oberliga Süd auf Rang sieben stehenden SSC Weißenfels verdient mit 4:1 (1:0).
Nachdem schon am Samstag der VfB Halberstadt im Elfmeterschießen gegen den VfB Merseburg versagt hatte, ist Weißenfels der zweite Oberligaverein, der im Achtelfinale gescheitert ist. „Das war eine perfekte Reaktion auf die Niederlage im letzten Punktspiel gegen Eintracht Emseloh“, erklärte ein überglücklicher Nick Bauer, der sich aus dem jubelnden Spieler-Pulk gelöst hatte. Emseloh, diese Niederlage lag dem Nullfünfer immer noch im Magen und jeder im Team pochte auf eine Wiedergutmachung.
„Und das ist den Jungs nachhaltig gelungen“, grinste Cheftrainer Dimitrios Mitsis verschmitzt. Der griechische Übungsleiter genoss mit ein wenig Abstand den Sieg in vollen Zügen. „Körpersprache und eine fast überbordende Leidenschaft waren heute der Schlüssel zum Erfolg. Damit haben wir den Gegner beeindruckt“, resümierte Mitsis.
Nach zehn Spielminuten wollten die Gäste Nägel mit Köpfen machen und scheiterten gleich zweimal am hervorragend reagierenden Keeper Nico Becker. Anschließend wurde es ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Dann der Dosenöffner in der 42. Minute. Der agile Paul Werthmann hatte die Führung der Gastgeber erzielt. So ging es in die Pause. 180 Sekunden nach Wiederbeginn erhöhte Elia Friebe, mit dem wuchtigen Stürmer hatte die Weißenfelser Abwehr große Probleme, auf 2:0. Damit nicht genug. Nur vier Minuten später sorgte Youngster Darvin Hajowsky mit dem 3:0 für eine Vorentscheidung.
Als dann nach einer Stunde Spielzeit Martin Dierchen per Notbremse gegen Friebe mit glatt Rot vom Platz musste, bahnte sich eine Weißenfelser Katastrophe an, die SSC-Kapitän Carlo Purrucker (68.) mit einem verwandelten Strafstoß zum 1:3 ein wenig abfedern konnte. Tom Sparfeld war es vorbehalten, mit dem vierten Nullfünf-Tor den Erfolg perfekt zu machen. „Mit diesem Ergebnis einen Oberligisten aus dem Pokal gekegelt zu haben, gibt Selbstvertrauen“, schwärmte Dessaus Hannes Ehrhardt nach dem Schlusspfiff.
SV Dessau 05: Becker − Biriuk, Singbeil, Litzenberg (84. Amededjisso), Werthmann, Friebe (80. Sonco), Ehrhardt, Hajowsky (61. Görsch), Sparfeld, Bauer (85. Horvath), Pälchen

